Valérie, Trainerin – Perpignan

Wie ist die aktuelle Situation während der Coronakrise für dich persönlich?

Die Situation aufgrund des Coronavirus zwingt mich, zu Hause zu bleiben und persönliche Kontakte auf ein Minimum zu beschränken. Ich bin seit Beginn der von unserem Staat geforderten Eindämmung nur sechs Mal ausgegangen: Zweimal, um meinen Bio-Obst- und Gemüsekorb abzuholen, zweimal, um einkaufen zu gehen, zweimal, um ein wenig herumzuwandern.
Ich habe einen kleinen Garten, in dem ich viel Zeit verbringe. Meine Mutter und mein Sohn sind in der Nähe, wir spielen Brettspiele und wir essen von mir gebackene Kuchen. Am Morgen habe ich eine Routine, die Yoga, Gymnastik und Meditation umfasst, am Nachmittag arbeite ich an meinem Computer und an drei Abenden pro Woche biete ich Meditationen online an.

Wofür bist du in dieser Situation dankbar?

Ich bin aus mehreren Gründen für diese Situation sehr dankbar: Das erste ist, dass die Natur mehr Raum bekommt und anfängt aufzuatmen, da wir unseren ökologischen Fußabdruck drastisch einschränken. Ich hoffe, dass bei den Menschen langfristig ein großes Bewusstsein für die damit verbundenen Vorteile gibt.
Das zweite ist, dass die Situation vielen von uns erlaubt, uns selbst zu hinterfragen, uns auszuruhen, zu meditieren, uns selbst zu lieben, uns selbst zu entdecken und anders zu leben.

Was möchtest du gern machen, wenn die Krise vorbei ist?

Ich freue mich schon, wenn ich wieder Freundinnen und Freunde sehen kann, die ich länger nicht gesehen habe. Außerdem wird es schön, mal wieder in ein Restaurant zu gehen, zu wandern und eine Ausstellung zu besuchen!
Für unsere Gesellschaft wünsche ich mir, dass wir uns alle der Pflicht bewusst werden, nicht mehr übermäßig zu konsumieren und mehr zu recyceln, zu reparieren und zu teilen und tauschen.

Was wünschst du dir langfristig für Europa?

Ich hoffe, dass sich die Menschen in Europa langfristig stärker der Umwelt verpflichtet fühlen und dass es keine Politik ist, sondern eine Lebensweise wird.