Rosemitha, Studentin – Rouen

Wie ist die aktuelle Situation während der Coronakrise für dich persönlich?

Ich bin seit dem 16. März mit meiner Mutter in unserem Haus eingesperrt. Wir haben das Glück, einen Garten zu haben, daher ist das Leben in der Enge etwas weniger schmerzhaft, weil wir dorthin gehen können. Der Lockdown läuft insgesamt gut für mich: Ich bin nicht depressiv, ich bedaure nur, dass ich nicht mit meinen Freunden ausgehen kann, um Spaß zu haben. Ich bleibe über soziale Medien mit ihnen in Kontakt, aber es ist nicht dasselbe wie sich persönlich zu sehen. Ich dachte, ich hätte in dieser Zeit mehr Zeit für mich selbst, aber ich muss meine universitären Fernkurse fortsetzen, deshalb brauche ich viel Zeit: Mein tägliches Leben hat sich nicht unbedingt stark verändert. Ich habe mir nicht die Zeit genommen, viel zu lesen oder viele Serien anzuschauen. Meine einzigen Ausflüge sind im Moment die Zeiten, in denen ich für eine ältere Person in meiner Nachbarschaft einkaufen gehe: Es erlaubt mir, mich mit dieser Person zu verbinden. Ab und zu auszugehen, hilft mir meine Gedanken zu sortieren.

Wofür bist du in dieser Situation dankbar?

Ich bin den Menschen dankbar, die weiterhin daran arbeiten, die Kontinuität unserer Lebensqualität trotz der Einschränkungen zu gewährleisten. Wir sind zu Hause wie in einem Kloster, um uns vor dem Virus zu schützen, und sie müssen diesem Risiko ausgesetzt sein, damit Lebensmittel, Pflege und Sauberkeit erhalten bleiben.

Was möchtest du gern machen, wenn die Krise vorbei ist?

Ich möchte gerne durch Europa reisen, um Leute kennenzulernen und treffen zu können. Ich freue mich, wenn ich wieder in der Lage bin, Zeit mit meinen Freundinnen und Freunden zu genießen und wir was trinken und essen gehen. Ich wünsche mir, ich könnte wieder die Freiheit genießen und gleichzeitig auf unsere Gesundheit und die anderer achten.

Was wünscht du dir langfristig für Europa?

Ich wünsche mir, dass die Zusammenarbeit zwischen den europäischen Ländern fortgesetzt und gestärkt wird. Verschiedene Kulturen kennenzulernen, durch europäische Länder zu reisen und leichter anderswo zu arbeiten, sind Dinge, die für mich den Reiz an der Europäische Union tun ausmachen, und ich hoffe, dass zukünftige Generationen sie so genießen können wie wir es jetzt tun.